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Resection combined with hyperthermic intraperitoneal chemotherapy in the treatment of spontaneously ruptured hepatocellular carcinoma: a multicenter retrospective study

25. Februar 2026

Die Arbeit untersucht, ob eine Leberresektion plus HIPEC bei spontan rupturiertem hepatozellulärem Karzinom (srHCC) bessere Ergebnisse liefert als die Resektion allein.

Autoren: Yufeng Li, Yinghui Song, Shuke Fei et al.
Erschienen: 2026
Journal: Therapeutic Advances in Medical Oncology


Eine spontane Tumorruptur bei Leberkrebs ist eine akute, potenziell lebensbedrohliche Situation. Nach Stabilisierung und Operation stellt sich die Frage, wie das Risiko für einen Rückfall im Bauchraum reduziert werden kann. Diese Studie vergleicht zwei Strategien:

  • Resektion allein (R)
  • Resektion plus hypertherme intraperitoneale Chemotherapie (R-HIPEC)

Studiensteckbrief

  • Studientyp: Multizentrische retrospektive Kohortenstudie
  • Zentren: 4 Kliniken
  • Zeitraum: 2018 bis 2024
  • Teilnehmerzahl: 208 Patientinnen und Patienten mit srHCC
  • Endpunkte: Rezidivfreies Überleben (RFS) und Gesamtüberleben (OS)
  • Statistik: zusätzlich Propensity Score Matching (PSM) und IPTW zur besseren Vergleichbarkeit der Gruppen

Zentrale Ergebnisse

  • Besseres Überleben mit R-HIPEC als mit Resektion allein (OS: 45,6 vs 26,4 Monate).
  • Längeres rezidivfreies Überleben (RFS: 15,5 vs 7,7 Monate).
  • Weniger peritoneale Implantationsmetastasen, ohne Zunahme perioperativer Komplikationen.

Klinische Einordnung

Die Studie spricht dafür, dass HIPEC nach Resektion bei srHCC in ausgewählten Situationen einen zusätzlichen Nutzen haben kann. Besonders bei früheren Tumorstadien (BCLC 0/A) zeigte sich ein deutlicher Vorteil beim rezidivfreien Überleben.

Wichtig ist die Einordnung als retrospektive Studie. Die Ergebnisse sind klinisch relevant, ersetzen aber keine individuelle Therapieentscheidung im Tumorboard.

Grenzen der Studie

  • Kein randomisiertes Studiendesign
  • Mögliche Restverzerrungen trotz statistischer Adjustierung
  • Ergebnisse aus spezialisierten Zentren sind nicht automatisch auf alle Versorgungssituationen übertragbar

Quellen

Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information von Patientinnen und Patienten.
Trotz sorgfältiger Erstellung können Fehler nicht ausgeschlossen werden.
Keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit.
Dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung.