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Langfristige Outcomes nach Zytoreduktion und hyperthermer intraperitonealer Chemotherapie (CRS-HIPEC) bei peritoneal metastasiertem kolorektalem Karzinom (CRCPM) und Pseudomyxoma peritonei (PMP)

22. Juli 2026

Infografik zu langfristigen funktionellen und teilhabebezogenen Outcomes nach CRS-HIPEC bei CRCPM und PMP
Infografik nach Yang et al. 2026 zu langfristigen funktionellen und teilhabebezogenen Outcomes nach CRS-HIPEC.

Viele Überlebende waren nach CRS-HIPEC im Alltag grundsätzlich selbstständig, litten jedoch häufig unter anhaltenden Beschwerden und Einschränkungen bei Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe.

CRS-HIPEC steht für Zytoreduktion und hypertherme intraperitoneale Chemotherapie. Dabei handelt es sich um ein kombiniertes Verfahren aus einer umfangreichen Operation und einer erhitzten Chemotherapie im Bauchraum. Die Studie untersuchte Erwachsene mit peritoneal metastasiertem kolorektalem Karzinom (CRCPM) oder mit Pseudomyxoma peritonei (PMP) längere Zeit nach diesem Eingriff.

Studiensteckbrief

  • Studientyp: beobachtende Querschnittsstudie mit standardisierten Befragungen
  • Teilnehmende: 100 Erwachsene, davon 59 mit peritoneal metastasiertem kolorektalem Karzinom und 41 mit Pseudomyxoma peritonei
  • Durchschnittsalter: 59,1 Jahre
  • Zentrum: Peter MacCallum Cancer Centre, Victoria, Australien
  • Untersuchte Bereiche: körperliche Funktionsfähigkeit, alltägliche Aktivitäten, gesellschaftliche Teilhabe, seelische Belastung, Lebensqualität und anhaltende Beschwerden

Kurze Interpretation

Die grundlegende Funktionsfähigkeit war bei vielen Betroffenen vergleichsweise gut erhalten. Gleichzeitig berichteten viele Teilnehmende über anhaltende Müdigkeit, Angst vor einem Wiederauftreten, Schmerzen, Schlafprobleme und Störungen der Darmfunktion.

Besonders relevant ist, dass Arbeit, Haushalt und gesellschaftliche Teilhabe stärker eingeschränkt sein konnten als die reine körperliche Selbstständigkeit vermuten lässt. Personen mit Pseudomyxoma peritonei berichteten insgesamt über weniger Beschwerden und eine bessere Lebensqualität als Personen mit Darmkrebs und Bauchfellmetastasen.

Evidenz und Grenzen

Die Studie war nicht randomisiert und hatte keine unbehandelte Kontrollgruppe. Sie beschreibt Zusammenhänge zu einem bestimmten Zeitpunkt, kann aber keine Ursache-Wirkungs-Beziehungen beweisen.

Da alle Teilnehmenden aus einem spezialisierten Zentrum kamen und freiwillig teilnahmen, sind die Ergebnisse nur eingeschränkt auf andere Patientengruppen übertragbar. Außerdem wurden Veränderungen über die Zeit nicht untersucht.

Bedeutung für Patientinnen und Patienten

Eine gute Selbstständigkeit im Alltag bedeutet nicht automatisch, dass alle Folgen der Erkrankung und Behandlung überwunden sind. Müdigkeit, Schmerzen, Schlafprobleme, Rückfallangst sowie Schwierigkeiten bei Arbeit und sozialer Teilhabe können auch langfristig bestehen.

Die Studie unterstreicht, dass Nachsorge nach CRS-HIPEC nicht nur medizinische Kontrollen umfassen sollte. Auch körperliche, seelische, soziale und berufliche Belastungen sollten aktiv angesprochen werden.

Quelle

Yang M, Amatya B, Elmalik A, et al. Functional and Participation Outcomes of Colorectal Cancer With Peritoneal Metastasis and Pseudomyxoma Peritonei Following Cytoreductive Surgery and Hyperthermic Intraperitoneal Chemotherapy (CRS-HIPEC): A Cross-Sectional Survivorship Study. Advances in Rehabilitation Science and Practice. 2026;15:1–12. doi:10.1177/27536351261469694.

Hinweis

Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information von Patientinnen und Patienten. Er ersetzt keine ärztliche Beratung.